Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1850)
Entstehung
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Antwort entfernten ſie ſich, indem ſie mir traurig die Hand drückten.

Ich glaubte ſogar mit halber Stimme das Wort Cholera ausſprechen zu hören; als ich aber fragte, ob einer von unſern Bekannten von der Cholera befallen worden ſei, antwortete man mir mit einem Nein, und ich vachte ſchlecht verſtanden zu haben.

Mitten unter dem Allem ſuchte ich meine ſchöne Frau, welche, Bangigkeit in den Augen, auf mich zu kam. Ich wollte ſie über den Grund dieſer Bangigkeit befragen, aber ſie ſchaute mich an, wandte ſich, eine Thräne trocknend, ab und murmelte:Armer Freund!

Ich nahm Abſchied von den Gäſten, welche ver⸗ ſchwinden zu ſehen es mich drängte, indem ich meine Naſe an der ihrigen rieb, wie dies der Gebrauch iſt. Mein Geſchäftsfreund war der letzte. Ich rieb ihm die Naſe mit doppelter Innigkeit, in Betracht, daß er, wie man ſich erinnert, derjenige war, welcher mir bei meiner Heirath als Vermittler gedient hatte; und als ich mit einem duckmäuſeriſchen Lächeln auf die ſchöne Vanly, die ſich ganz ſachte nach dem Schlafzimmer wandte,

deutete und ihm durch ein Zeichen zu verſtehen gab,

ich werde ihr dahin folgen, da ſagte er zu mir:

Ihr würdet beſſer daran thun, den Arzt holen zu laſſen.

Und er ſchlug die Augen zum Himmel auf und entfernte ſich ebeufalls.

Ich war mit meinen Gedanken gar nicht mehr da, beluſtigte mich durchaus auch gar nicht damit, daß ich ſuchte, was dies Alles beſagen ſollte, ſchloß die Thüre, und trat raſch in das Schlafzimmer ein.

Die ſchöne Vanly ſaß ſchon an dem Tiſch, auf dem ein reizender Imbiß, gemiſcht von Blumen und Früchten, aufgetragen war, und beſchäftigte ſich mit dem Uebergießen einer roſenfarbenen Flüſſigkeit aus einer Flaſche in eine andere.

Ich hatte nichts Appetitlicheres geſehen, als dieſe