Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1850)
Entstehung
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äh⸗ Braut, wenn ſie zur zweiten, dritten oder vierten Hei⸗ hen rath ſchreitet, mit entblößtem Geſichte umhergetragen m⸗ wird.

Man trug alſo meine Verlobte mit entblößtem aut BGeſicht, und dies zu meiner großen Freude, denn ich g3 hörte um mich her ſagen:Glücklicher Olifus! Dum⸗ ſch,, mer Kerl Olifus!

Der Reſt der Ceremonie gleicht ungemein dem, den was in Siam geſchieht. Sind die Verlobten einver⸗ ab, ſtanden, ſo bieten die Eltern des jungen Mannes den

zu Eltern des Mädchens ſieben Büchſen Betel; acht Tage ſie nachher kommt der Bräutigam ſelbſt und bringt vier⸗

ge⸗ zehn; dann wohnt er einen Monat lang im Hauſe fei⸗ llen nes Schwiegervaters, um ſeine Zukünftige zu ſehen und ine ſich an ſie zu gewoöhnen; wonach ſich an dem Tag, wo

die Hochzeitfeier vollzogen werden ſoll, die Eltern mit den älteſten Freunden verſammeln und in einen Beutel

gſt die Einen Armſpangen, die Anderen einen Ring, wieder or⸗ Andere Geld legen; Einer hält eine angezündete Kerze

ſo und trägt ſie ſiebenmal um die Anweſenden her, wäh⸗ nte rend alle Andere gewaltige Freudenſchreie ausſtoßen und en; den Brautleuten ein langes Leben und vollkommene

die⸗ Geſundheit wünſchen. Hierauf kommt ein großer Schmaus, gefolgt von 27. einem kleinen Imbiß unter vier Augen, dem dann wie⸗ do. derum die Vollbringung der Heirath folgt. üreVanly und ich hatten uns dieſes ganzen Ceremo⸗ nan niells überhoben. Sie hatte mir ihre Caſſette gezeigt, adt in der ihr Vermögen eingeſchloſſen war. Ich hatte ihr meine Handelseffecken, mit dem Viſa des Correſpondenten aut meines chineſiſchen Kapitäns verſehen, zahlbar nach adt Sicht und an den Inhaber, gezeigt: wir vermachten jedes illa dem Ueberlebenden vierzig tauſend Livres; das war wohl al⸗ ſo viel werth, als ſieben Büchſen Betel und ſogar als re ierzehn. derEltern hatte keines von uns Beiden. Die Cere⸗ monie des Beutels und der Armſpangen, ſo wie der ange⸗