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5.-8. Bdchn (1850)
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Die Cholera.

Das Gerücht von meiner zukünftigen Verheira⸗ thung verbreitete ſich bald in Bidondo und wirkte na⸗ türlich verſchiedenartig auf die Bewohner dieſer Stadt, welche ſeit ein Paar Jahren gewohnt waren, ſich mit den geringſten Bewegungen der ſchönen Chineſin zu be⸗ ſchäftigen. Die Einen tadelten meine Heirath, die An⸗ deren billigten ſie; Viele endlich ſchüttelten den Kopf und ſagten, der erſte Mann ſei nach drei Tagen, der zweite nach zwei Monaten, der dritte nach einem Mo⸗ nat geſtorben, und um die nekrologiſche Berechnung nicht lügen zu machen, würde ich wahrſcheinlich in mei⸗ ner Hochzeitnacht ſterben.

Aber die Perſon, auf die der Schlag am Heftig⸗ ſten wirkte, war die ſchöne Schimindra. Die Güte, die ich gegen ſie gehabt, hatte ſie eine Zeit lang die Hoffnung faſſen laſſen, meine Frau zu werden. In einem Augenblick der Verzweiflung geſtand ſie mir, wie weit ihr Ehrgeiz gegangen war: aber ich machte ihr raſch und leicht begreiflich, welcher Vorrang der ſchönen Vanly⸗ Tching, der Witwe eines Doctors, der Witwe eines Mandarins, der Witwe eines Civilrichters, vor ihr, die ſie nur die Witwe eines Affen, gebührte.

In Folge hievon kehrte Schimindra in ihre De⸗ muth zurück, bekannte unumwunden, ſie hätte ſich nie davon entfernen ſollen, und beſchränkte ſich nur, da ſie wußte, ihre Nebenbuhlerin habe einen Auszug aus mei⸗ nem Vermögensſtand von mir verlangt, darauf, daß ſie mich jlehentlich bat, den fraglichen Bezoar nicht unter meinen Activen aufzunehmen.

Da mein Vermögen, abgeſehen vom Bezoar, dem meiner ſchönen Braut gleichkam und dieſes ſogar über⸗