Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Fching gab auch nicht nur kein

Erſtaunen bei meinem Geſuche kund, ſondern ſie erwiederte, ſie habe daſſelbe

erwartet. Die Verfaſſung des Geiſtes, in der ſie ſich befand⸗

erlaubte ihr ſogar, mich nicht auf ihre Entſcheidung

warten zu laſſen. Die Entſcheidung war günſtig; ich mißſiel ihr nicht; doch da ſie immer die Eitelkeit ge⸗ habt hatte, um ihrer ſelbſt willen geliebt zu werden, ſo lag ihr daran, daß ich ihr einen kleinen Auszug von meinem Vermögen machte. Käme mein Vermögen dem ihrigen gleich oder überträfe es daſſelbe, ſo würde ſie an meine Liebe glauben; wäre aber mein Vermögen geringer, ſo würde ſie glauben, niedrige Habgier, und nicht Liebe, veranlaſſe mich zu meiner Handlungsweiſe.

Das ſchien mir mächtig geſchloſſen. Ich ließ ſie fragen, ob ſie wünſche, daß ich meine Berechnung in Franken, in Rupien oder in Pagoden mache; ſie erwiederte mir, das ſei ihr gleich, da ſie die Arithmetik aller Län⸗ der kenne.

Da ich im Rechnen weniger ſtark war als ſie, ſo zog ich die Franken vor und ſchickte ihr am andern Mor⸗ gen folgende Berechnung:

Genauer Auszug aus dem, was Jerome Frangois Olifus in Indien gewonnen hat und beſitzt:

In Ceylon mit der PVerlenfiſcherei Fr. 13,500

In Goa mit dem Früchtehandel 7,500 In Calcutta mit dem Cardamomenbau 22,500 In Bidondo Cigarenfabrik

Dieſer letzte Punkt iſt der Erinnerung wegen aufgefuͤhrt, da der Nachweis des Nutzens noch nicht gemacht iſt, leicht aber ſich machen läßt. Geſammtſumme: Fr. 45,500.

Sie ſehen, daß dies ein ziemlich ſchöner Pfennig war, und daß ich meine Zeit ſeit den vier Jahren, daß ich von Monnikendam abgereiſt, nicht verloren hatte.