238 an angeklammert haben, daß ihr Räuber ſtehen blieb, ſie um den Leib faßte und ſich auf das Aeußerſte an⸗ ſtrengte, um ſie den Aſt loslaſſen zu machen, während ſie ohne Unterlaß rief:„„Herbei! zu Hülfe! zu Hülfe! in des Himmels Namen, verlaßt mich nicht!““
„Ich war nur noch fünf und zwanzig bis dreißig Schritte von ihr, als plötzlich der Neger, da er ſah, daß er angegriffen werden ſollte, wie es ſcheint, die Initiative zu nehmen beſchloß, die Frau losließ und mit aufgehobenem Stock auf mich zulief.
„Mit drei Sprüngen ſtand er vor mir. Ich ſtieß einen Schrei des Erſtaunens aus: was ich für einen Neger gehalten hatte, war ein Affe.
„Zum Glück hatte ich einen Stock, und da ich auf eine geeignete Weiſe damit zu ſpielen verſtand, ſo ſetzte ich mich bald in Vertheidigungsſtand, denn vom An⸗ greifer war ich der Angegriffene geworden.
„Was die Frau betrifft, ſo hatte ſie, ſobald ſie ſich frei gefühlt, einen großen Kreis beſchrieben, war hinter mich getreten, um hier Schutz zu ſuchen, und rief mir zu:„Muth! Muth, mein Herrl befreien Sie mich von dieſem Ungeheuer! verlaſſen Sie mich nicht!““
„Während er ein Rad ſchlug, um zu pariren, und ich ihm Streiche auf die Bruſt verſetzte, die ihm Schreie entriſſen, aber ihn des Kampfes nicht überdrüſſig mach⸗ ten, ſchaute ich meinen Gegner genauer an. Es war ein großer Schuft von einem Affen, ganz haarig; er mochte ungefähr ſechs Fuß hoch ſein, hatte einen gräu⸗ lichen Bart, und ſpielte mit dem Stocke mit einer Ge⸗ wandtheit und Thätigkeit, daß der Sieg beinahe ſeiner Partei geblieben wäre. Zur Ehre der Wiſſenſchaft war es glücklicher Weiſe nicht ſo. Die Finger zerſchmettert, den Magen eingeſtoßen und die Schnauze blutig, fing er nach zehn Minuten an ſich zurückzuziehen; aber mit dieſem Rückzuge bezweckte er nur, einen Baum zu er⸗ reichen, auf den er raſch hinaufſtieg, doch nicht um ſich darauf feſtzuſtellen, ſondern um von oben auf mich her⸗
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