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237 nach einem Bache, den ich hundert Schritte von mir durch die Bäume glänzen ſah.
„Am Rande des Baches angelangt, kniete ich nieder und fing an mein Geſicht zu waſchen, als ich eine Stimme in franzöſiſcher Sprache rufen hörte:„„Zu Hülfe! herbei! zu Hülfe!““
„Ich wandte mich gegen die Seite um, woher die Schreie kamen, und erblickte eine junge weibliche Per⸗ ſon, welche, beinahe nackt und mit ausgeſtreckten Armen, auf mich zulief und Zeichen des lebhafteſten Schreckens von ſich gab. Sie wurde von einer Art von Neger verfolgt, der einen Stock in der Hand hielt und mit einer ſolchen Behendigkeit lief, daß er ſie, obgleich er hundert Schritte von ihr entfernt war, in einem Augen⸗ blick eingeholt, in ſeine Arme geſchloſſen und in den dichteſten Wald zurückgetragen hatte.
„Der Anblick dieſes Mädchens, das in franzöſiſcher Sprache um Hülfe rief, der ſchmerzliche Ausdruck, mit dem die Unglückliche mich gerufen hatte, die Brutalität des Elenden, der ſie auf ſeine Schulter geladen und der ſie in die Tiefen des Waldes ſchleppte, Alles trug dazu bei, wir meine Kräfte wieder zu verleihen; ich vergaß meine Müdigkeit, eilte ihm auf ſeinen Spuren nach und rief:„Halt! halt!““
„Aber, da er ſich verfolgt fühlte, verdoppelte der Räuber ſeine Energie. Trotz der Laſt, die er trug, ſchien er durchaus nicht langſamer zu laufen, als zuvor. Ich begriff nicht, wie ein Menſch mit einer ſolchen Stärke ausgerüſtet ſein konnte, und ſagte mir ganz leiſe, in dem Augenblick, wo wir zuſammenträfen, dürfte ich es wohl bereuen, daß ich den irrenden Ritter ſpielte, wie ich dies that.
„Doch ich vermochte dem Neger kaum näher zu kommen, und ich weiß nicht, ob ich ihn, trotz der Wuth, mit der ich ihn verfolgte, je erreicht hätte, würde ſich nicht die unglückliche Frau, die er fortttug, als ſie im Bereiche eines Aſtes vorüberkam, mit ſolcher Kraft dar⸗


