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ruhigen, während er im Gegentheil aus Leibeskräften zu brüllen anfing; allerdings geſchah dies aus Zorn.
„„Warte! warte!““ ſagte ich zu ihm,„„ah! du brüllſt aus Zorn, mein Freund. Nun! ich will dich aus Schmerz brüllen machen.““
„Und ich nahm mein Meſſer, und pautz! ſtieß ich es ihm in den Bauch.
„Ah! ich hatte ihn, wie es ſcheint, am empfindlichen Theil getroffen; denn er erhob ſich wie ein Pferd, das ſich bäumt, und ſprang mit einem ſo unerwarteten Satze vorwärts, daß er mir beinahe den Arm ausgeriſſen hätte, aber ich hielt ihn gut, ließ mich fortziehen und beſiebte ihn pautz! pautz! mit Meſſerſtichen. Das war ein Lauf, welchen zu machen ich Ihnen nicht wünſche. Sehen Sie, das dauerte eine gute Viertelſtunde, und in einer Viertelſtunde machte ich zwei Meilen*) durch das Ge⸗ ſtrüppe, die Sümpfe, die Bäche; an den Schweif einer Locomotive angebunden zu ſein, wäre ebenſo gut geweſen. Und pautz! pautz! ſtieß ich fortwährend und ſagte: Ha! Schuft, ha! Ruchloſer, du willſt mir den Bauch auf⸗ ſchlitzen; warte! warte! Er war nicht mehr wüthend, ſondern toll, wahnſinnig, ſo wahnfinnig, daß er auf dem Gipfel eines jähe abſchüſſigen Felſen nicht eins, nicht zwei zählte, ſondern hinabſprang; aber ich hatte den Streich vorhergeſehen und ließ ihn los, und blieb plötzlich oben ſtehen, während er niederrollte: patrata! bum! bum!
„Ich ſtreckte den Kopf vor und ſchaute vom Felſen hinab: mein Thier lag todt im Abgrund. Ich, ich muß es ſagen, war nicht viel mehr werth. Ich war gerä⸗ dert, gelähmt, zerriſſen, mit Blut bedeckt; nur hatte ich nichts gebrochen.
„Ich erhob mich, ſo gut ich konnte, ſchnitt ein Bäumchen ab, um mich darauf zu ſtützen, und wanderte
*) Franzöſiſche, Lieues, wie dies immer in dieſem Werke gemeint iſt.


