Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

te, ler m rt, n⸗ 5. ö⸗ m m en as

er on

oß

h es e, o8 e⸗ r⸗

m es 1d

15

15

das Eurer Baſe Anna von Niebla, Eure Herrlichkeit kann unmöglich dieſe arme Waiſe vergeſſen haben, welche im Schloſſe erzogen worden iſt und für Euren älteſten Bruder beſtimmt war.“

„Ah! ganz richtig,“ ſagte Don Bernardo,„und was iſt aus ihr geworden?“

„Als Euer älteſter Bruder im Jahre 1488 ſtarb, befahl Euer gnädigſter Herr Vater, daß Anna von Niebla in das Kloſter der Unbefleckten Empfängniß, vom Orden von Calatrava, eintrete und hier ihr Ge⸗ lübde ablege, da Euer zweiter Bruder verheirathet und Eure Herrlichkeit Ritter eines Ordens iſt, der das Cö⸗ libat vorſchreibt.“

Don Bernardo ſließ einen Seufzer aus.

„Das iſt richtig,“ ſagte er.

Er machte keine andere Frage mehr.

Nur, da Anna von Niebla im Schloſſe Bejar ſehr beliebt war, wollte der Diener den Umſtand, daß das Geſpräch auf die junge und reiche Erbin gefallen war, benützen und verſuchte es, fortzufahren.

Doch bei dem erſten Worte, das er über dieſen Gegenſtand ſagte, hieß ihn Don Bernardo auf eine Weiſe ſchweigen, daß er ihm begreiflich machte, er habe Alles erfahren, was er zu wiſſen wünſche.

Man konnte ſich ubrigens nicht in Betreff der Urſache täuſchen, welche Don Bernardo zur Rückkehr in das Schloß ſeiner Väter beſtimmt hatte; denn er war beſorgt, ſchon an demſelben Tag dieſe Urſache aller Welt bekannt zu machen. Das Schloß Bejar lag zwei bis drei Meilen von einer Quelle, die man den Heiligen⸗ Brunnen nannte, und welche ohne Zweifel ihrer Lage in der Nachbarſchaft des Kloſters der Unbefleckten Em⸗ pfängniß das Vorrecht, Wunder zu thun, zu verdan⸗ ken hatte.

Dieſer Brunnen war beſonders wunderbar wegen der Heilung von Wunden, und Don Bernardo war, wie geſagt, noch bleich, mager und leidend von den