Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1850)
Entstehung
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Am entfernteſten Horizont endlich verloren ſich die Berge, über die wir gezogen waren, um von Granada nach Cordua zu kommen, in violetten, durchſichtigen, weichen Tinten.

So lange unſer Blick dieſe wunderbare Ebene um⸗ faſſen konnte, trennte er ſich nicht eine Secunde davon. Unſere Maler gaben Schreie der Bewunderung und des Bedaurens von ſich, denn ſie fühlten wohl, daß nie ein Pinſel, nie eine Kreide, nie eine Palette dem erhabe⸗ nen Gemälde, das die Sierra vor unſern Augen ent⸗ rollte, nahe kommen würden.

Endlich erreichten wir den Gipfel von einer der erſten Anhöhen, und indem wir uns raſch links wand⸗ ten, ließen wir dieſes ganze wunderbare Panorama hin⸗

ter uns.

Zehn Minuten nachher war es durch einen Vor⸗ hang von Bäumen verſchleiert, und wir ſollten es bei unſerer Rückkehr nicht mehr finden.

Auf dieſem Plateau angelangt, marſchirten wir eine Zeit lang auf einem glatten Terrain; dann begannen wir eine zweite Höhe hinaufzuſteigen. Nach ungefähr drei Viertelſtunden hatten wir dieſe zweite Anhöhe über⸗ ſtiegen, und wir zogen uns unter einer Art von Wald abwärts, in welchem die erſten Sonnenſtrahlen durchzu⸗ brechen anfingen.

Wir brauchten eine weitere halbe Stunde, um durch dieſen Wald zu reiten, deſſen Bäume ſich bald lichteten und durch die Lichtungen fingen wir an eine kleine kräftig erleuchtete Ebene zu erſchauen.

Mitten in dieſer Ebene erhob ſich ein Brunnen, deſſen reichliches Waſſer in einen großen ſteinernen

Trog floß; um den Brunnen her ſtanden, uns erwar⸗

tend, ungefähr dreißig Männer und etwa vierzig

Hunde.. Als ſie uns erblickten, entblößten ſich die Männer

und kläfften die Hunde.

Rechts, die Straße beherrſchend, worauf ſich Men⸗