Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1850)
Entstehung
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britten hatte ſchon Paul, in arabiſcher Tracht, ſeinen Platz genommen.

Zwei andaluſiſche Pferde, das eine weiß, das an⸗ dere iſabellfarbig, mit ihren Reitern in Mayo⸗Tracht, die Flinte auf dem Kreuz des Thieres, den Dolch im Gürtel ſteckend, warteten auf uns.

Das waren Hernandes und Raves.

Paroldo war heraufgekommen, um uns zu benach⸗ richtigen, und gab ſeine Befehle, wie ein Heerführer.

Inmitten dieſer ganzen Karavane zog ein herrlicher weißer Eſel, mit einem Sattel von rothem Sammet, groß, ſtolz und ungeduldig, wie ein Pferd, mein Auge durch ſeine ſtattliche Haltung auf ſich und ließ mich die von mir bis jetzt als übertrieben angeſehene Lobes⸗ erhebung begreifen, welche Sancho Panſa beſtändig von ſeinem Thiere machte.

Sobald ich erſchien, ſtiegen Raves und Hernandes ab, und boten⸗mir mit der Miene und der Artigkeit, die nur den Spaniern eigenthümlich find, ihre Pferde an; doch Paroldo war ihnen zuvorgekommen, der treff⸗ liche weiße Eſel war für mich beſtimmt.

Die Karavane ſetzte ſich in Marſch. Ich habe nichts Groteskeres geſehen, als dieſe lange Schlange, die ſich in der Nacht durch die Straßen von Cordua wand und ſich ſtückweiſe erleuchtete, wenn zufällig eine Oeffnung das Licht zu ihr dringen ließ.

Die zwei Pferde marſchirten an der Spitze, dann kam der weiße Eſel, der alle ſeine Kräfte anſtrengte, um den erſten Rang zu behaupten. Hinter dem weißen Eſel dehnten ſich in der launenhaften Unabhängigkeit ihres Ganges etwa zehn kleinere Eſel aus, ohne Sättel, ohne Zäume, ohne Halfterriemen, nur mit einer einfa⸗ chen auf den Rücken gelegten und unter dem Bauch befeſtigten Decke; von Steigbügeln war eben ſo wenig die Rede, als von Halfterriemen, Zäumen und Sätteln. Ein paar Maulthiere, mit Mundvorräthen und unſe⸗

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