Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1850)
Entstehung
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Wunderbare Geſchichte von Pon Bernardo von

Juniga.

Um zwei Uhr Morgens wurde ich von einem Glocken⸗ ſpiele erweckt.

Man hätte glauben ſollen, die Pferde eines Cava⸗ lerie⸗Regiments ſtampfen auf dem Patio.

Es war in der That etwas, was dieſem ſtark glich, nämlich fünfzehn Eſel, Pferde und Maulthiere, begleitet von ihren Arrieros.

Ich habe nie einen pittoreskerern Anblick geſehen, als den, welchen der Hof des Gaſthauſes bot, als wir hinabkamen.

Es war einer von den großen viereckigen Höfen mit Arcaden, die ein Impluvium bildeten und ſich an den vier Seiten des Gebäudes erſtreckten.

Die Mitte war durch einen ungeheuren Orangen⸗ baum ausgefüllt, der ſo dick, wie eine Eiche.

Unter dieſem Impluvium ſtampften unſere Eſel und unſere Maulthiere, beleuchtet durch ein Dutzend Fackeln, welche die Arrieros trugen.

Die Flamme der Fackeln ſpielte auf allen glän⸗ zenden Punkten der Ausrüſtung der Thiere und der Tracht der Männer, und verlor ſich dann in dem dichten, düſtern Blätterwerk des Orangenbaums, in deſſen Mitte ſeine goldenen Früchte funkelten.

Zwei Maulthiere waren mit Mundvorräthen bela⸗ den; ein drittes trug einiges Gepäcke und auf dieſem

Tauſend und ein Geſpenſt. U. 1