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Es war nach einer dreitägigen Reiſe auf Maul⸗ eſeln, nach einem durch die Hitze ſo erdrückenden Tage, daß das Thier meines Sohnes Alexandre unter ihm niedergeſtürzt und, ohne daß es ſich mehr hatte erhe⸗ ben können, ſogleich geſtorben war.
Wir befürchteten den Aufenthalt bei der Douane, welche in Cordua ſehr ſtreng ſein ſollte; als ſie aber meinen Namen anf dem Gepäcke laſen, fragten mich die ſpaniſchen Herren Douaniers, in der Literatur ſehr bewanderte Leute, ob ich der Verfaſſer der Musketiere und von Monte Chriſto wäre, und erklärten, als ich es bejahte, ſie verlaſſen ſich auf mein Wort, daß ich keinen verbotenen Gegenſtand mit mir führe.
„ Hienach grüßten ſie artig und wir zogen weiter nach dem Poſt⸗Hotel.
Es verſteht ſich von ſelbſt, daß Cordua, wie alle Städte, die man zwanzig Jahre in der Einbildung ge⸗ ſehen hat und endlich in der Wirklichkeit ſieht, nicht einen Augenblick der Idee entſpricht, die man ſich da⸗ von gemacht. Die Entzauberung hatte in dem Moment begonnen, wo wir ſie zuerſt erblickt, ſie hatte in den Straßen fortgedauert und war uns bis zum Gaſthof gefolgt.
Das war unſere Schuld. Warum hatten ſich die Einen von uns eingebildet, ſie werden eine römiſche Stadt, Andere, ſie werden eine arabiſche Stadt, und wieder Andere, ſie werden eine gothiſche Stadt ſehen? Wir mußten uns, da wir in Spanien waren, denken, wir werden eine ſpaniſche Stadt ſehen, und Keiner hätte ſich getäuſcht.
Oh! wahrhaft ſpaniſch, von ſeinem ſpitzigen Pfla⸗ ſter bis zu ſeinen Dächern ohne Kamin, mit ſeinen ver⸗ gitterten Balcons und ſeinen grünen Sommerläden. Beaumarchais hatte Cordua errathen, als er ſeinen Barbier von Sevilla machte.
Was mich aber in Erſtaunen ſetzte, als ich mich der ehemaligen Hauptſtadt des grabiſchen Königreichs


