Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1850)
Entstehung
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geſchwinde fortgeriſſen und von einer Höͤhe von fünf⸗ hundert Fuß hinabgeſchleudert.

Er iſolirt einen Theil des auf allen Seiten ab⸗ ſchüſſigen Gebirges, zu dem man nur auf einer über rollenden Abgrund geſprengte Brücke gelangen ann.

Das Geſpenſt blieb vor der Brücke ſtehen.

Sie beſtand aus drei Fichtenſtämmen. Es bedurfte der vereinigten Kraft von zwanzig Männern, um jede von dieſen Fichten auf die Höhe des Gebirges zu tra⸗ gen und ſie über den Bach zu legen.

Beppo ſuchte in den Augen des Geſpenſtes zu le⸗ ſen, in welcher Abſicht es ihn hierher geführt. Das Geſpenſt ließ Beppo auf die höchſte Spitze des Gebirges ſteigen und von da zeigte es ihm die düſtere Oeffnung einer Höhle, welche fünf bis ſechs⸗ hundert Schritte jenſeits des Baches lag.

Von Zeit zu Zeit erhellte ſich die Oeffnung dieſer Höhle, dann drangen, das Rauſchen des Waſſerfalls übertäubend, Geſchrei einer Orgie und ſchallendes Ge⸗ lächter daraus hervor.

In dieſer Höhle hatten die Banditen, welche Gae⸗ tano getödtet, ein Aſyl für die Nacht geſucht.

Beppo begriff nicht, was das Geſpenſt damit be⸗ zweckte, daß es ihn an dieſe Stelle führte; denn aller Wahrſcheinlichkeit nach wäre es, ehe er nach Terni gekommen und eine zur Bekämpfung der Basditen hin⸗ reichende Truppe zurückgebracht hätte, Tag geworden und die Banditen hätten ihren Aufenthaltsort ver⸗ ändert.

Gaetano errieth, was in dem Herzen ſeines Freun⸗ des vorging und ſchüttelte den Kopf.

Sprich, ſagte Beppo,ſoll ich zu ihnen gehen und ſie allein auf Deinen Befehl angreifen? ich werde ohne Zögern und ohne Furcht gehorchen.

Gaetano ſchüttelte abermals den Kopf, ſtieg von der Bergſpitze herab und ging auf den Bach zu.