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„Seid Ihr nicht der beſte Freund meines Bruders 2“ ſagte Bettina, Beppo die Hand reichend.
„Gehen wir!“ ſprach dieſer.
Beppo ſchlug wieder den Weg ein, dem er gefolgt war, und führte Bettina zu dem friſchen Grabe.
Er deutete mit dem Finger darauf und ſagte:
„Bettina, meine Schweſter, Muth gefaßt, hier iſt unſer Bruder Gaetano.“
Bettina ſtieß einen Schrei aus und ſank auf die Kniee.
Der erwähnte Mann benützte dieſen Augenblick der Verwirrung, um eine Flucht zu verſuchen, doch er war von den zwei Dienern zu gut bewacht, als daß ſein Verſuch hätte gelingen können.
Beide erhoben gleichzeitig ihre Piſtolen und droh⸗ ten ihm.
In dieſem Augenblick bebte Beppo, er hatte de Schatten von Gaetano wieder geſehen.
Er ſtand zehn Schritte vom Grabe und hieß Beppo durch ein Zeichen ihm folgen.
Beppo verbeugte ſich zum Zeichen des Gehorſams.
Dann wandte er ſich an die zwei Diener und ſprach:
„Bewacht dieſen Menſchen, ich komme in einem Augenblick zurück.“
Und er folgte dem Geſpenſt, das ſich in der Rich⸗
tung der Cascade entfernte.
Nach fünf Minuten ſchlugen Beide einen Fußpfad ein, der ſo nahe bei der Cascade, daß ſie ganz vom hervorſpritzenden Waſſer benetzt wurden.
Nach weiteren fünf Minuten hatten ſie die Höhe des Berges erreicht, da, wo der Bach, der den Waſſer⸗ fall bildet, in eine Art von zwölf bis fünfzehn Fuß brei⸗ eingezwängt, raſch und geräuſchvoll fort⸗ rollt.
Dieſer Bach iſt nicht zu durchſchwimmen, wer ſich
hinein wagte, würde von der Strömung gepackt, pfeil⸗


