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Deinen Genoſſen keine Furcht einflößen könnte, und die⸗ ſer Perſon ſollte dann mein Bruder lebendig und un⸗ verſehrt übergeben werden. Dieſe Perſon bin ich; die zehntauſend Thaler, hier ſind ſte. Wo iſt mein Bruder?“
Bei dieſen letzten Worten hatte Beppo Alles be⸗ griffen, er trat aus ſeinem Verſtecke hervor und ging gerade auf die Gruppe zu.
Die junge Frau glaubte, man beabſichtige einen Ueberfall, und ohne daß ſie im Mindeſten zu erſchrecken ſchien, machte ſie eine drohende Bewegung gegen den Banditen.
Doch Beppo ſtreckte die Hand aus und ſprach:
„Ihr ſeid Bettina Romanoli, die Schweſter von Gaetano Romanoli, nicht wahr?“
„Ja,“ antwortete die junge Frau; dann, indem ſie ihn aufmerkſam anſchaute, fügte ſie bei:„und Ihr, Ihr ſeid Beppo von Seamozza?“
„Ach! ja, meine Dame, und ich komme von Bo⸗ logna in der Hoffnung, noch rechtzeitig einzutreffen, um meinem Freunde Hülfe zu leiſten.“
„Und ich komme von Rom mit dem Reſte der Summe, welche die Räuber, die ihn entführt, forder⸗ ten. Dieſer Menſch, der die erſte Hälfte überbracht hatte, ſollte mich im Gaſthauſe von Porta⸗Roſſa er⸗ warten, um die zweite in Empfang zu nehmen: doch ehe ich ſie ihm zuſtellte, verlangte ich, daß mir mein Bruder übergeben werde; da bot er mir an, mich an den Ort zu führen, wo mich Gaetano erwartete; ich willigte ein, doch indem ich dieſe zwei getreuen Diener mir folgen ließ. Seit zwei Stunden laufen wir im Gebirge umher; endlich habe ich angehalten, über⸗ zeugt, dieſer Menſch verrathe uns.“
„Es iſt gut, bewacht dieſen Menſchen ſtrenger als ie,“ ſagte Beppo zu den zwei Dienern.
Dann wandte er ſich an Bettina und ſprach:
3 will Euch als Führer dienen, vertraut Ihr mir?“


