Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1850)
Entstehung
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Weder ver Gebirgsbewohner, noch der Führer waren bewaffnet.

Als ſie bis auf einige Schritte zu der Stelle ge⸗ kommen war, wo ſich Beppo verborgen hielt, blieb die kleine Truppe ſtehen.

Die junge Frau weigerte ſich, weiter zu gehen.

Unglücklicher, ſagte ſie zu dem Bauern, der der kleinen Truppe als Führer zu dienen ſchien,ich habe eingewilligt, Dir zu folgen, denn Du verſprachſt mir, mich an den Ort zu führen, wo mein Bruder ſei; nun gehen wir ſchon zwei Stunden, wo iſt er?

Haben Sie Geduld, Signora, erwiederte der Mann,wir kommen zur Stelle.

Und er ſchaute umher wie ein Menſch, der einen Weg zur Flucht ſucht.

Erinnere Dich, was ich Dir geſagt habe, ſprach das Mädchen mit feſtem Tone, indem es ſeine Piſtole bis zur Höhe der Bruſt dieſes Menſchen emporhob, verſuchſt Du es, zu fliehen, ſo biſt Du eine Leiche.

Oh! es fällt mir nicht ein, Signora, ſagte der Mann.

Doch ſeine unruhigen Bewegungen ſtraften ſeine Worte Lügen.

Macht er einen einzigen Schritt rückwärts, ſo tödtet ihn, ſagte das Mädchen zu den zwei Lackeien.

Aber wo ſind ſie denn, wo find ſie denn? mur⸗ melte der Mann in Verzweiflung.

Ja, deine Genoſſen fehlen Dir, ſagte das Mäd⸗ chen.Höre, nicht wenn Du zu entfliehen ſuchſt, biſt Du eine Leiche, Du wirſt eine ſolche, wenn Du nicht antworteſt. Du biſt nach Rom gekommen, Du haſt mir dieſen Brief von meinem Bruder gebracht; er war Gefangener. Die Banditen hatten ſein Löſegeld zu zwanzigtauſend Thalern feſtgeſetzt; zehntauſend ſollten Dir eingehändigt werden;z zehntauſend ſind Dir einge⸗ händigt worden; zehntauſend ſollten in der Friſt von drei Tagen von einer Perſon gebracht werden, welche