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dem Geſträuche und dem Geſtein eng eingeſchloſſenen Fußpfade fort. Beppo, der mit dem Degen in der Hand hinter ihm kam, bemerkte zu ſeinem Schrecken, daß die Tritte des Geſpenſtes keinen Eindruck auf dem Schnee machten, daß aber dagegen ſein Blut eine lange Spur hinter ihm zurückließ. In der Hoffnung, ſein Freund würde auf ſeine Fragen antworten, richtete Beppo wiederholt einige zärtliche Worte an ihn, aber jedes Mal legte Gaetano, als hätte er befürchtet, das Geräuſch dieſer Worte könnte die Gegenwart eines le⸗ bendigen Weſens errathen, ſeinen Finger an ſeine Lip⸗ pen und empfahl ihm ſo, zu ſchweigen.
Bald war übrigens dieſe Empfehlung unnöthig. Je mehr man in das Gebirge eindrang, deſto näher kam man der Cascade, und das Rauſchen des Waſſer⸗ falls war ſo ſtark, daß zwei Perſonen ſich nicht hätten hören können, ſo laut und ſo nahe an einander ſie auch geſprochen haben würden.
Eines ſiel Beppo beſonders auf: wie er ſo immer mehr in das Gebirge eindrang, erkannte er die Land⸗ ſchaft, die er in ſeinem Traume geſehen; endlich war dieſe Landſchaft vollſtändig durch den Anblick des neu⸗ gemachten Grabes, das den großen Schneemantel be⸗ fleckte, mit dem die Erde bedeckt war.
Bevpo bedurfte keiner Erklärung mehr. Das Ge⸗ ſpenſt von Gaetano hatte ihn an den Ort geführt, wo dieſer begraben worden war; er knieté vor dem Leichen⸗ hügel nieder und betete für ſeinen Freund.
Als dieſe fromme Pflicht erfüllt war, ſtreckte Beppo ſeinen Degen über dem Grabe ſeines Freundes aus und ſchwur, ſeinen Tod zu rächen; dann ſchnitt er mit ſeinem Degen zwei Zweige von einer Eiche ab, band ſie krenzweiſe zuſammen und pflanzte dieſes Kreuz auf das Grab.
Mittelſt dieſer Blutſpur und dieſes Kreuzes mußte er unfehlbar das Grab und den Weg, der dahin führte, wiedererkennen.
Tanſend und ein Geſpenſt. 16


