dem Zimmer, die Thüre wurde geöffnet und Gaetand erſchien wieder.
Beppo glaubte, das Geſpenſt würde, wie am Tage
zuvor, ſich auskleiden und an ſeiner Seite niederlegen. Er fand eine düſtere Süßigkeit in dieſem Zuſammen⸗ wohnen mit einem todten Freunde und wich ſchon zu⸗
rück, um ihm ſeinen Platz einzuräumen, als ihn das
Geſpenſt durch ein Zeichen aufſtehen hieß.
Hatte er nicht begriffen, zögerte er, Beppo gehorchte nicht ſogleich.
Da that Gaetano ſeinen ſchneebedeckten Mantel auseinander. Wie am Tage zuvor, war er unter dem Mantel entblößt und an ſeiner Bruſt eine blutige Wunde ſichtbar, die er Beppo mit dem Finger zeigte. In Verzweiflung, begriff Beppo Alles, ſtürzte aus ſei⸗ nem Bett und kleidete ſich haſtig an.
Am Fuße des Bettes ſtehend, wartete das Geſpenſt
unbeweglich.
Als Beppo bereit war, ſagte er:
„Hier bin ich, was befiehlſt Du?“
Ohne ihm zu antworten, bedeutete ihm Gaetano durch eine Geberde, er möge ſich bewaffnen.
Beppo ſchnallte ſeinen Degen um und ſteckte ſeine zwei Piſtolen in den Gürtel.
„Iſt es ſo recht?“ fragte Beppo.
Das Geſpenſt machte ein Zeichen mit dem Kopf, und während es ſeinen Freund anſchaute, ob er ihm
folgte, ging es, traurig lächelnd, als wollte es Beppo
ermuthigen, daß er nicht bange vor ihm haben ſolle, auf die Thüre zu. So verließen ſie das Wirthshaus; alle Thüren
öffneten ſich vor ihnen, oder das Geſpenſt machte viel⸗
mehr, wo es durchkam, ein Loch, das zugleich für Gae⸗ tano und für ſeinen Gefährten diente und ſich hinter ihnen wieder ſchloß.
Nachdem ſie ungefähr eine Viertelſtunde der Straße gefolgt waren, ſchritt das Geſpenſt auf einem zwiſchen


