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aus und wollte aus dem Bett ſtürzen; doch Gaetano machte ihm mit der Hand ein zugleich trauriges und gebieteriſches Zeichen.
Beppo blieb obne Stimme, ohne Athem, ohne Bewegung, die Augen furchtbar weit aufgeriſſen in dieſer Nacht, welche ſo bleich wie eine Morgendämme⸗ rung im Norden.
Für Beppo war es klar, daß dies dieſelbe Viſion, die er ſchon einmal in Monte⸗Carelli erſchaut hatte.
Das Geſpenſt ſtreifte zuerſt ſeinen Mantel ab, zog dann ſeine Kleider aus und bedeutete Beppo mit der Hand, er möge ihm in dem Bette ſeinen gewöhnlichen Platz überlaſſen.
Dann legte er ſich zu ihm nieder.
Beppo war zugleich ſo erſchüttert und ſo erſchrocken, daß er unbeweglich blieb und, längs dem Bettgange ausgeſtreckt, auf eine ſeiner Hände geſtützt, nur ſeinen Freund anſchaute.
Nach einem Augenblick aber ſagte er mit leiſer Stimme:
„Gaetano, biſt Du es? Sprich, antworte.“
Gaetano ſchwieg.
„Wenn Gott geſtattet,“ fuhr Beppo fort,„daß die gewöhnlichen Geſetze der Natur geſtört werden, ſo hat Gott einen Zweck dabei. Sage mir, was Du willſt, mein Freund, und bei meiner Freundſchaft auf dieſer Welt, ich werde es thun.“
Gaetano antwortete nicht.
„Biſt Du todt,“ ſprach Beppo,„und kommſt Du kraft des Eides zurück, den wir gegenſeitig gethan, uns nicht zu verlaſſen, ſelbſt nicht einmal nach dem Tode?„Dann, Freund, ſiehe, ich fliehe Dich nicht.“
Und indem er dieſe Worte ſprach, näherte ſich Beppo ſeinem Freunde mit offenen Armen, doch er ſtieß einen Schrei aus, denn es kam ihm vor, als hätte er eine Bildſäule von Eis berührt.


