Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1850)
Entstehung
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geſtellt hatte, Kräfte genug gewinnen, um den Marſch fortzuſetzen. Er ſchnallte ſeinen Degen los, legte ihn auf eine Truhe und ſetzte ſich nieder.

Doch kaum hatte er Platz genommen, als er auf der andern Seite des Tiſches, ihm gegenüber, ohne zu wiſſen, wo er eingetreten, Gaetano ſitzen ſah, der ihm, die Arme gekreuzt, traurig und den Kopf ſchüttelnd zu⸗ lächelte.

Obgleich dieſer Ausdruck nicht der war, welcher gewöhnlich auf dem Geſichte ſeines Freundes ſtrahlte, erkannte ihn doch Beppo und ſtieß einen Freudenſchrei aus.

„Ah! Du biſt es, lieber Gaetano,“ rief er, wäh⸗ rend er auſſtand, ihn zu umarmen.

Doch er faßte nichts als die Luft. Seine offenen Arme verbanden ſich wieder, ohne etwas berührt zu haben. Dreimal entging die Erſcheinung wie ein Dunſt den Umarmungen des troſtloſen jungen Mannes. Und dennoch blieb das Geſpenſt ſichtbar und immer auf dem⸗ ſelben Platze ſitzend.

Beppo ſah endlich ein, daß er es mit einem Schat⸗ ten zu thun habe; da es aber der des Mannes war, den er am meiſten auf der Welt geliebt hatte, ſo er⸗ ſchrak er nicht hierüber, ſondern fing an ihn zu befragen.

Er erhielt nicht nur keine Antwort, ſondern die Erſcheinung erbleichte auch allmälig, verwiſchte ſich und verſchwand.

Diesmal hatte die Viſion den Traum beſtätigt, Beppo dachte nur noch an Gaetano. Ein ſchwerer Un⸗ fall mußte ſeinem Freunde begegnet ſein, daß ihm Gott dieſe doppelte Verkündigung ſchickte. Er rief ſeine Wirthin, bezahlte das Abendbrod, das er nicht berührt hatte, ging in den Stall, ſattelte ſein Pferd und ritt weg.

Es war, als hielte etwas Uebernatürliches das Pferd und den Reiter aufrecht. Beppo marſchirte die