varmen, ſie mögen den Gefangenen loslaſſen, und gab ihm den Arm.
„Ich ſtehe für ihn,“ ſagte er.
Offenbar war in dieſem Augenblick Herr Ledru nicht mehr der Maire der Gemeinde, der die Beſtra⸗ fung eines Verbrechers verfolgte, ſondern ein Philo⸗ ſoph, der das Gebiet des Unbekannten erforſchte.
Nur war ſein Führer bei dieſer ſeltſamen Forſchung ein Mörder.
Der Doctor und der Polizeicommiſſär traten zuerſt ein, dann kamen Herr Ledru und Jacquemin, dann die beiden Gendarmen, und endlich einige Bevorzugte, unter deren Zahl ich mich befand, was ich dem Umſtande zu verdanken hatte, daß ich in Berührung mit den Herren Gendarmen gekommen war, für die ich ſchon kein Frem⸗ der mehr, inſofern ich die Ehre gehabt, ihnen auf dem Felde zu begegnen und ihnen meinen Gewehrführungs⸗ Erlaubnißſchein zu zeigen..
Das Thor wurde vor der übrigen Bevölkerung geſchloſſen, und dieſe blieb murrend außen.
Man ſchritt auf die Thüre des kleinen Hauſes zu⸗
Nichts bezeichnete das gräßliche Ereigniß, das vor⸗ gefallen war; Alles war an ſeinem Platz: das Bett von grünem Sarch in ſeinem Alfoven; am Kopf des Bettes das Cruzifir von ſchwarzem Holz und darüber ein Zweig von Buchsbaum, der ſeit den letzten Oſtern dürr geworden; auf dem Kamin ein Jeſuskind von Wachs, unter Blumen zwiſchen zwei einſt verſilberten Leuchtern von der Form Ludwig XVI. liegend; an der
Wand vier colorirte Stiche in Rahmen von ſowc
Holz, die vier Welttheile darſtellend.
Auf einem Tiſch ein Gedecke, auf dem Herde ein
Keſſel mit ſiedendem Waſſer und bei einer Holzuhr, welche eben halb ſchlug, ein offener Backtrog.
„Nun!“ ſprach der Doetor mit ſeinem heitern Ton
„ich ſehe bis jetzt noch nichts.“
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