Der Impaſſe*) des Sergents.
Mit dem letzten Vibriren der Glocke vermiſchte ſich das Geräuſch des erſten Wortes des Maire.
„Jacquemin,“ ſprach er,„ich hoffe, die Mutter Antoine iſt toll, ſie hat mir in Deinem Auftrage ge⸗ ſagt, Deine Frau ſei todt, und Du habeſt ſie umge⸗ bracht.“
„Das iſt die reine Wahrheit, Herr Maire,“ ant⸗ wortete Jacquemin.„Sie müſſen mich ins Gefängniß führen, und ſehr raſch aburtheilen laſſen.“
So ſprechend, verſuchte er es aufzuſtehen, wobei er ſich mit ſeinem Ellenbogen oben an den Weichſtein ſtützte; doch nach einer vergeblichen Anſtrengung ſank
er wieder herab, als ob die Knochen ſeiner Beine ge⸗
brochen wären.
„Ah! Du biſt ein Narr,“ ſagte der Maire. „Schauen Sie meine Hände an,“ erwiederte Jac⸗
quemin.
Und er hob zwei blutige Hände empor, denen ihre krampfhaft zuſammengezogene Finger die Form von zwei Krallen gaben.
Die Linke war in der That roth bis über das Fauſtgelenke, die Rechte bis an den Ellenbogen.
Ueberdies floß an der linken Hand ein Faden fri⸗
ſchen Blutes herab, was von einem Biß herkam, den das Opfer, indem es ſich ſträubte, aller Wahrſcheinlich⸗ keit nach ſeinem Mörder beigebracht hatte.
Während dieſer Zeit näherten ſich die zwei Gen⸗
darmen, hielten zehn Schritte von der Hauptperſon dieſer Scene an, und ſchauten von ihren Pferden herab.
*) Sackgaſſe.
Der Maire machte ihnen ein Zeichen; ſie ſtiegen


