Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Ich kehrte um, ſo ſehr begriff ich, dieſer Menſch müſſe der Hauptſchauſpieler irgend eines furchtbaren Drama ſein.

Hinter ihm und auf beiden Seiten der Straße waren einige Perſonen, auf die er ohne Zweifel dieſelbe Wirkung wie auf mich hervorgebracht hatte, aus ihren Häuſern herausgetreten und ſchauten ihm mit einem Erſtaunen, das dem meinigen ähnlich, an.

Auf den Ruf der Klingel, welche heftig getönt hatte, wurde eine, neben der großen angebrach klei⸗ nere Thüre geöffnet, und eine Frau von vierzig bis fünf und vierzig Jahren erſchien.

Ah! Ihr ſeid es, Jacquemin, was macht Ihr denn hier?

Iſt der Herr Maire zu Hauſe? fragte mit dum⸗ pfem Tone der Menſch, an den ſie das Wort richtete.

Ja.

Wohl! Mutter Antoine, geht und ſagt ihm, ich habe mein Weib umgebracht und komme, um mich als Gefangener zu ſtellen.

Die Mutter Antvine gab einen Schrei von ſich, worauf zwei bis drei Ausrufungen antworten, die durch den Schrecken den Perſonen entriſſen wurden, welche nahe genug waren, um dieſes furchtbare Geſtändniß zu hören.

Ich ſelbſt machte einen Schritt rückwärts und traf den Stamm einer Linde, an die ich mich anlehnte.

Alle diejenigen, welche ſich im Bereiche der Stimme befanden, blieben unbeweglich.

Der Mörder aber glitt vom Weichſtein auf die Erde herab, als hätten ihn, nachdem er dieſe unſeligen Worte geſprochen, die Kräfte verlaſſen.

Die Mutter Antvine war indeſſen, ohne daß ſie die kleine Thüre wieder zugemacht, verſchwunden. Of⸗ fenbar erfüllte ſie bei ihrem Herrn den Aufirag den ihr Jacquemin gegeben.