Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1850)
Entstehung
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mehr als zwei Stunden bemächtigt hatte, erſchaut, war ein Hohlweg, der mich, indem er mich den Blicken der andern Jäger entzog, geraden Wegs auf der Straße von Sceaux nach Fontenay⸗aur⸗Roſes führen mußte.

Ich täuſchte mich nicht. Als es im Glockenthurm des Kirchſpiels ein Uhr ſchlug, erreichte ich die erſten Häuſer des Dorfes.

Ich folgte einer Mauer, die mir ein ziemlich ſchönes Gut einzuſchließen ſchien, als ich zu der Stelle gelangt, wo die Rue de Diane ſich mit der Grande⸗Rue ver⸗ zweigt, von der Seite der Kirche einen Menſchen von ſo ſeltſamem Ausſehen auf mich zukommen ſah, daß ich ſtehen blieb und, nur bewogen durch das Gefühl der Selbſterhaltung, die beiden Hahnen meines Gewehres ſpannte..

Aber bleich, die Haare emporgeſträubt, die Augen aus ihrer Höhle heraushängend, die Kleider in Unord⸗ nung und die Hände blatig, ging dieſer Menſch an mir vorüber, ohne mich zu ſehen. Sein Blick war ſtarr und zugleich ſtumpf. Sein Lauf hatte die unbeſiegbare Heftigkeit eines Körpers, der einen zu jähen Berg herabſteigen würde, aber ſein röchelndes Athemholen zeigte mehr Schrecken als Ermattung an.

Bei der Verzweigung der zwei Wege verließ er die Grande⸗Rue, um ſich in die Rue de Diane zu wer⸗ fen gegen welche ſich das Gut öffnete, deſſen Mauer ich ſteben bis acht Minuten lang gefolgt war. Die Thüre, auf die ſich meine Augen ſogleich hefteten, war grün angemalt und darüber ſtand Nro. 2. Die Hand des erwähnten Menſchen ſtreckte ſich nach der Klingel aus, lange ehe er ſie berühren konnte; als er ſie er⸗ reichte, zog er heftig daran, und beinahe in demſelben Augenblick drehte er ſich auf ſich ſelbſt und kam auf einen von den zwei Weichſteinen zu ſitzen, welche dieſer Thüre als Vorwerk dienen. Sobald er hier war, blieb er, die Arme hängend und den Kopf auf die Bruſt ge⸗ ſenkt, unbeweglich.