Gerüchen geſchwängert, und wenn ſtatt der Luft Wind eintritt, ſo regnet es Roſenblätter, wie es am Frohn⸗ leichnamsfeſt regnete, als es noch ein ſolches Feſt gab.
Von dem Ende des Gartens hätten wir eine unge⸗ heure Ausſicht gehabt, wäre es Tag geweſen. Nur die im Raume zerſtreuten Lichter bezeichneten die Dörfer Sceaur, Bagneur Chätillon und Montrouge; im Hintergrunde dehnte ſich eine große röthliche Linie aus, von der ein dumpfes Geräuſch, dem Hauche des Leviathan ähnlich, hervorkam: dies war der Athem von
aris.
Man ſah ſich genöthigt, uns mit Gewalt ins Bett zu ſchicken, wie man es bei den Kindern thut. Unter dieſem ſchönen, ganz mit Sternen geſtickten Himmel, bei der Berührung dieſer wohlriechenden Luft hätten wir gern den Tag abgewartet.
Um fünf Uhr Morgens begaben wir uns auf die Jagd, geführt von dem Sohne unſeres Wirthes, der uns Wunderdinge verſprochen hatte und, wir müſſen es ſagen, fortwährend die Fruchtbarkeit ſeines Gebietes an Wildpret mit einer Beharrlichkeit rühmte, die eines beſſeren Schickſals würdig geweſen wäre.
Um Mittag hatten wir ein Kaninchen und vier Feldhühner geſehen. Das Kaninchen war von meinem Gefährten zur Rechten, ein Feldhuhn von meinem Ge⸗ fährten zur Linken gefehlt worden, und von den drei andern Feldhühnern hatte ich zwei erlegt.
In Braſſoire hätte ich um dieſelbe Zeit ſchon drei bis vier Haſen und fünfzehn bis zwanzig Feldhühner nach dem Pachthofe geſchickt.
Ich liebe die Jagd, aber ich haſſe das Spazieren⸗ gehen, beſonders querfeldein; unter dem Vorwande, ein Luzernen⸗Feld zu durchſuchen, das zu meiner äuſ⸗ ſerſten Linken lag, und in dem ich nichts zu finden ſicher war, brach ich die Linie und machte einen Abſprung.
Was ich aber auf dieſem Felde fand, was ich in dem Wunſche nach einem Rückzug, der ſich meiner ſchon


