Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1850)
Entstehung
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Montrouge trennt, nimmt die Landſchaft durch dieſe zahlloſen beweglichen Räder, die ſich kräftig von dem entflammten Abendroth abheben, einen phantaſtiſchen Anblick an. Es iſt, als ſähe man einen von den Sti⸗ chen von Goya, wo in der Halbtinte Zahnausreißer auf Gehenkte Jagd machen.

Gegen ſieben Uhr ſtehen die Räder ſtille; das Tag⸗ werk iſt vollbracht.

Dieſe Bruchſteine, welche große, fünfzig bis ſechszig Fuß lange, ſechs bis acht Fuß hohe Gevierte bilden, ſind das zukünftige Paris, das man der Erde entreis⸗ Die Brüche, aus denen dieſer Stein hervorkommt, ver⸗ größern ſich jeden Tag. Es iſt die Folge der Kata⸗ komben, woraus das alte Paris hervorgegangen. Es ſind die Vorſtädte dieſer unterirdiſchen Stadt, welche nnabläſſig Land gewinnen und ſich im Umkreiſe aus⸗ dehnen. Geht man auf dem Wiesgrunde von Mont⸗ rouge, ſo wandelt man auf Abgründen, Von Zeit zu Zeit findet man eine Erdvertiefung, ein Thal in Mi⸗ niatur, eine Bodenfalte. Es iſt dies ein unten ſchlecht geſtützter Steinbruch, deſſen Gypsdecke gekracht hat⸗ Es hat ſich eine Spalte gebildet, durch die das Waſſer in die Höhle eindringt; das Waſſer hat die Erde nach⸗ gezogen; davon die Bewegung des Terrain; man nennt dies geſunkene Erde.

Weiß man das nicht, weiß man nicht, daß dieſe ſchöne grüne Erdlage, die uns anlockt, auf nichts ruht, ſo kann man, wenn man den Fuß auf einen von dieſen Sprüngen ſetzt, verſchwinden, wie man auf dem Montanvert zwiſchen zwei Eismauern verſchwindet.

Die Bevölkerung, welche dieſe unterirdiſchen Gal⸗ lerien bewohnt, hat, wie ihre eigenthümliche Eriſtenz, ſo auch ihren eigenthümlichen Charakter und ihre be⸗ ſondere Phyſiognomie. In der Dunkelheit lebend, hat ſie ein wenig die Inſtinete der Nachtthiere, d. h. ſie iſt ſchweigſam und zurückſtoßend. Oft hört man von einem hnfall ſprechen; eine Stütze iſt gewichen, ein Seil iſt