— So
man hätte glauben ſollen, ſogar der Wind ſchweige, ſelbſt die Blätter ſeien ſtumm.
Die Gegner waren ruhig; aber eine ſichtliche Angſt malte ſich auf dem Geſichte der beiden Secun⸗ danten.
Beim dritten Schlag erſchollen die beiden Schüſſe ſo gleichzeitig, daß es nur einer war.
Aber zum großen Erſtaunen der Secundanten ſtanden die beiden Duellanten unbeweglich da.
Im Augenblick, als man ſchoß, hatte Roland ſein Piſtol abgewandt und ließ es ſinken.
Lord Tannlay hatte das ſeine gehoben und einen Aſt hinter Roland, drei Fuß über ſeinem Kopfe, weg⸗ geſchoſſen.
Jeder der beiden Gegner ſchien offenbar über eines erſtaunt: nämlich noch lebendig zu ſein, nach⸗ dem er ſeinen Gegner geſchont.
Roland war der Erſte, der wieder das Wort nahm.
„Mylord!“ rief er,„meine Schweſter hatte es mir ja geſagt, daß Sie der großherzigſte Menſch von der Welt ſeien.“
Und ſein Piſtol fern von ſich werfend, breitete er die Arme gegen Sir John aus.
Sir John ſtürzte ſich hinein.
„Ach! ich begreife,“ ſagte er,„diesmal wollten Sie wieder ſterben; aber zum Glücke hat Gott nicht geſtattet, daß ich Ihr Mörder werde.“
Die beiden jungen Männer kamen herbei.
„Was gibt es denn?“ fragten ſie.
„Nichts,“ antwortete Roland,„als daß ich, ent⸗ ſchloſſen zu ſterben, wenigſtens von der Hand deſſen


