Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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ſterben wollte, den ich am meiſten auf Erden liebe. Zum Unglück zog er es vor, ſelbſt zu ſterben, ſtatt mich zu tödten. Nun, fügte Roland mit dumpfer Stimme hinzu,ich ſehe wohl, daß das eine Auf⸗ gabe iſt, die man den Oeſterreichern aufbehalten muß.

Dann warf er ſich noch einmal in die Arme Lord Tannlays, und die Hand ſeiner beiden Freunde drückend, ſagte er:

Entſchuldigen Sie, meine Herren; aber der erſte Conſul iſt im Begriff, in Italien eine Schlacht zu liefern, und ich habe keine Zeit zu verſäumen, wenn ich dabei ſein will.

Und indem er Sir John den beiden Offizieren die Erklärungen geben ließ, die dieſe etwa von ihm wünſchen mochten, kehrte Roland in die Allee zurück, ſchwang ſich auf ſein Pferd und ritt im Galopp nach Paris zurück.

Beſtändig von jener unglückſeligen Todesmanie beherrſcht, ſetzte er ſeine letzte Hoffnung noch auf eines, was wir bereits genannt.

Einige Tage ſpäter ſchlug er ſich bei Marengo wie ein Verzweifelter. Am Tage der Schlacht, um

neun Uhr Abends, ſchrieb Bonaparte folgenden Brief an Frau von Montrevel:

Madame, Ich habe heute meinen ſchönſten Sieg gewon⸗ nen, aber dieſer Sieg koſtet mich die beiden Hälſten meines Herzens, Deſſair und Roland.

Sit⸗