Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Rücken lag, ſchien die Ankunft Rolands nicht gewahr zu werden.

Man hätte glauben können; der Körper ſei noch auf dieſer Welt, aber die Seele ſchwebe bereits zwi⸗ ſchen Himmel und Erde.

Die Hand von Frau von Montrevel ſuchte die Rolands, und als die arme Mutter ſie gefunden, ließ ſie ihr Haupt ſchluchzend auf die Schulter ihres Sohnes ſinken.

Dieſes mütterliche Schluchzen wurde ohne Zweifel von Amelie ebenſowenig gehört, als ſie die Anweſen⸗ heit Rolands bemerkt hatte, denn das junge Mäd⸗

en war vollkommen unbeweglich.

Erſt als ihr das Abendmahl gereicht wurde, erſt als ihr von dem tröſtenden Munde des Geiſtlichen die ewige Glückſeligkeit verkündet ward, ſchienen ſich ihre Marmorlippen zu beleben, und ſie flüſterte mit vernehmlicher, aber ſchwacher Stimme:

So ſei es.

Dann ertönte das Glöckchen wieder, der Chor⸗ knabe, der es trug, ging zuerſt hinaus, dann die beiden andern, welche die Kerzen trugen, darauf der Kreuzträger.

Zuletzt der Prieſter, welcher Gott trug.

Alle Fremden folgten dem Zuge.

Die Perſonen des Hauſes und die Familien⸗ glieder blieben allein.

Das Haus, das einen Augenblick vorher noch voll Geräuſch und Menſchen, war nun ſtill und bei⸗ nahe öde.

Die Sterbende hatte ſich nicht bewegt, ihre Lip⸗