Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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den beſpannter Wagen vor dem Gitter des Schloſſes Noires Fontaines.

Zum großen Erſtaunen desjenigen, der ſo ſehr Eile zu haben ſchien, ſtand die Thüre weit offen, Arme füllten den Hof und der Perron war mit knieenden Männern und Frauen bedeckt.

Als der Sinn des Gehörs im ſelben Grade er⸗ wachte, in welchem das Erſtaunen dem des Geſichtes Schärfe verlieh, glaubte der Reiſende das Geläute einer Glocke zu hören.

Er öffnete raſch die Thüre, ſprang aus dem Wagen, ging eiligen Schrittes über den Hof, ſtieg den Perron hinauf und ſah die Treppe, welche in den erſten Stock führte, mit Menſchen bedeckt.

Er eilte dieſe Treppe hinan, wie er den Perron hinaufgeeilt war, und hörte ein frommes Gemurmel, das ihm aus dem Zimmer Amelies zu kommen ſchien.

Er ging nach dieſem Zimmer; es ſtand offen.

An dem Bette knieeten Frau von Montrevel und der kleine Edouard, etwas entfernter Charlotte, Michel und ſein Sohn.

Der Pfarrer von Saint Claire gab Amelie die Sterbſacramente; dieſe ernſte Szene war nur von dem Lichte der Wachskerzen beleuchtet.

Man hatte Roland in dem Reiſenden erkannt, deſſen Wagen vor der Thüre hielt; man trat vor ihm auseinander, er trat entblößten Hauptes ein und kniete neben ſeiner Mutter nieder.

Die Sterbende, welche mit gefalteten Händen, den Kopf durch ihr Kiſſen unterſtützt, die Augen mit einer gewiſſen Ekſtaſe zum Himmel erhoben, auf dem