Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Der Weg war ſchwierig, da er mit Steinen, quer übereinander geworfenen Bänken und umgeſtürzten Tiſchen verſperrt war.

Und doch hätte man glauben ſollen, es ſei für das Geſpenſt ein unſichtbarer Pfad quer durch dieſe Hinderniſſe gebahnt geweſen, denn es ging unver⸗ änderten Schrittes fort, ohne ſich aufhalten zu laſſen.

Jedesmal, ſo oft es an einem Fenſter vorüber⸗ kam, reflectirte ſich das äußere Licht, ſo ſchwach es auch war, auf dem Todtentuch und man gewahrte die Umriſſe des Geſpenſtes, die, ſobald es an dem Fenſter vorüber war, in der Dunkelheit wieder verſchwammen, um ebenſo bald wieder zu erſcheinen und ſich zu verlieren.

Roland konnte, den Blick auf den geheftet, den er verfolgte, und befürchtend, ihn aus dem Auge zu verlieren, wenn er einen Moment den Blick von ihm abwendete, den Weg nicht finden, der für das Geſpenſt ſo leicht, für ihn mit Hinderniſſen über und über barricadirt war.

Bei jedem Schritte ſtrauchelte er: das Geſpenſt hatte einen großen Vorſprung vor ihm.

Das Geſpenſt kam an die Thüre, welche der ge⸗ genüber lag, durch die es eingetreten. Roland ſah den Eingang zu einem dunkeln Corridor ſich öffnen und begriff, daß der Schatten ihm nun zu entkommen drohte.

Menſch oder Geſpenſt, Dieb oder Mönch, ſagte er,halt, oder ich gebe Feuer!

Man tödtet nicht zweimal denſelben Körper und der Tod, das weißt Du wohl, fuhr das Geſpenſt