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kolben haltend. Ein Streifen, wie das eines Tuches oder eines Rockes, die auf Gras fortgezogen würden, ließ ſich zu ſeiner Linken, zehn Schritte von ihm, hören.
Er richtete ſich wie von einer Springfeder be⸗ wegt auf.
Im ſelben Augenblick erſchien ein Schatten auf der Schwelle des ungeheuren Saales. Dieſer Schat⸗ ten glich einer jener alten Statuen, welche auf Grab⸗ mälern liegen; ſie war mit einem ungeheuren Todten⸗ tuch umhüllt, das ſie hinter ſich dreinzog.
Roland zweifelte einen Augenblick an ſich. Ließ ihn die Voreingenommenheit ſeines Geiſtes Dinge ſehen, die nicht waren? War er der Düpe ſeiner
Sinne, das Spielzeug einer jener Hallucinationen,
welche die Medicin conſtatirt, aber nicht zu erklären vermag.
Eine Wehklage, welche das Phantom ausſtieß, ließ ſeine Zweifel verſchwinden.
„Ha, meiner Treu!“ ſagte er laut lachend,„wir haben es mit einander zu thun, Freund Geſpenſt.“
Das Geſpenſt blieb ſtehen, und ſtreckte die Hand nach dem jungen Offizier aus.
„Roland! Roland!“ ſagte das Geſpenſt mit dum⸗ pfer Stimme.„Das Mitleid ſollte Dir gebieten, die Todten, die Du ins Grab ſteigen machteſt, nicht auch noch bis dahin zu verfolgen.“
Und das Geſpenſt ſetzte ſeinen Weg fort, ohne ſeinen Schritt zu beſchleunigen.
Roland, den dieſe Worte einen Augenblick ver⸗ blüfften, ſtieg von ſeiner Eſtrade herab und begann das Geſpenſt zu verfolgen.


