Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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antwortete ihr, wie ein erzenes Echo; es ſchlug halb eilf Uhr. Bei dem raſchen Gange des jungen Mannes be⸗

durfte es kaum zwanzig Minuten, um die Karthauſe

von Seillon zu erreichen, namentlich wenn der Offi⸗ zier, ſtatt um den Wald her zu gehen, den Fußpfad einſchlug, der gerade zum Kloſter führte.

Roland war von ſeiner Jugend her mit den ge⸗ ringſten Schneuſen des Waldes von Seillon zu ver⸗ traut, um unnöthiger Weiſe ſeinen Weg um zehn Minuten zu verlängern.

Er ſchlug deßhalb den geraden Weg durch den Wald ein und war nach Verlauf von fünf Minuten auf der andern Seite deſſelben.

Dort angekommen, brauchte er nur noch eine kurze Strecke über die Ebene zu gehen, um an die Mauer des zum Kloſter gehörenden Obſtgartens zu gelangen.

Es war wiederum kaum die Sache von fünf Minuten.

Am Fuße der Mauer blieb er ſtehen, jedoch nur einige Secunden lang.

Er hakte ſeinen Mantel auf, rollte ihn zuſam⸗ men und warf ihn über die Mauer.

Nachdem er ſeinen Mantel abgenommen, beſtand ſein Anzug aus einem Sammtrock, einer weißen Leder⸗ hoſe und Stulpſtiefeln.

Der Rock war um den Leib durch einen Gürtel feſtgehalten, in welchem zwei Piſtolen ſteckten.

Ein Hut mit breiten Rändern bedeckte ſein Ge⸗ ſicht und warf ſeinen Schatten darüber.

Mit derſelben Geſchwindigkeit, mit der er ſich des Kleidungsſtücks entledigt, das ihm beim Ueber⸗