Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
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Der Herzog von Anjon iſt bei dem Abendeſſen vergif⸗ tet worden. Ihr habt das Eſſen aufgetragen.

Die beiden Maͤnner wurden todtenbleich.

Man moͤge uns foltern, ſagten ſie,man moͤge uns toͤdten, aber man beſchuldige uns nicht.

Ihr ſeid Troͤpfe; glaubt Ihr, es wuͤrde nicht geſche⸗ hen, wenn ich Euch in Verdacht haͤtte? Ihr habt Euern Herrn nicht ermordet, ich weiß es, aber Andere haben ihn getoͤdtet und ich muß die Moͤrder kennen. Wer iſt in dem Hauſe geweſen?

Ein aͤrmlich gekleideter alter Mann, den Se. Hoheit ſeit zwei Tagen empfing.

Aber.. das Weib?

Wir haben keins geſehen.. Welches Weib meint Ew. Majeſtat?

Es iſt eine Dame mit einem Strauße da geweſen.

Die beiden Diener ſahen einander mit einem Blicke an, an welchem Katharina ihre Unſchuld erkannte.

Man bringe den Gouverneur der Stadt und den des Schloſſes zu mir.

Die beiden Diener entfernten ſich ſchnell.

Nach einem Augenblick ſagte Katharina:Ihr allein nebſt mir wiſſet was ich Euch geſagt habe; ich werde es nicht ſagen; wenn es Jemand erfährt, iſt es durch Euch und an dieſem Tage ſterbt Ihr beide.

Die beiden Gouverneure fragte Katharina minder

offen. Sie ſagte ihnen, der Herzog habe von einer gewiſſen Perſon eine ſchlimme Nachricht erhalten, die ihn tief er⸗ griffen; das ſei die Urſache ſeines Leidens und wenn man

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