Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
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ehr

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Haͤtte Heinrich ſich nicht an die Statue feſthalten kon⸗ nen, er würde in das Baſſin des Springbrunnens geſtuͤrzt ſein.

Der Herzog ſchien freudetrunken zu ſein; er wendete

die Augen von dem reizenden Weſen nicht ab, das ihm ge⸗

genüber ſaß und berührte die vor ihm ſtehenden Gegenſtaͤnde kaum. Von Zeit zu Zeit ſtreckte Franz die Arme uͤber den Tiſch hinüber aus, um eine Hand der ſtummen blaſſen Dame zu ergreifen und zu küſſen, die gegen dieſe Kuſſe ſo unem⸗ pfindſam zu ſein ſchien, als wäre ihre Hand von Alabaſter geweſen, deſſen Weiße und Durchſichtigkeit ſie wirklich hatte.

Von Zeit zu Zeit zuckte Heinrich zuſammen, griff nach ſeiner Stirn, wiſchte den kalten Schweiß ab und fragte ſich:

Lebt ſie oder iſt ſie todt?

Der Herzog bot alle ſeine Beredtſamkeit auf, um den finſtern Ernſt von dem Geſichte ihm gegenuͤber zu ver⸗ ſcheuchen.

Remy, der einzige Diener, denn der Herzog hatte alle ſeine Leute entfernt, bediente die beiden Perſonen, ſtieß von Zeit zu Zeit mit dem Elnbogen im Voruͤbergehen ſeine Gebieterin leiſe an und ſchien ſie dadurch gleichſam zu er⸗ muntern.

Dann ſtieg die Rothe in das Geſicht der Dame, aus ihren Augen leuchtete ein Blitz und ſie lächelte als habe ein Zauberer eine unbekannte Feder dieſes verſtändigen Automaten beruͤhrt. Dann verſank ſie wieder in ihre Un⸗ beweglichkeit.

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