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Drittes Kapitel. Die Reiſenden.
Während dieſes Ungluͤck geſchah, der Vorlaͤufer eines noch weit entſetzlicheren Ungluͤcks, kamen zwei Reiſende auf vortrefflichen Pferden in kühler Nacht aus dem Thore von Bruͤſſel heraus und ritten nach Mecheln zu.
Sie ritten neben einander und waren ſcheinbar nicht bewaffnet mit Ausnahme eines breiten flamändiſchen Meſ⸗ ſers, deſſen kupfernen Griff man in dem Gürtel eines jeden glänzen ſah.
Jeder hing ſeinen Gedanken nach und ſie ſprachen kein Wort.
Sie ſahen aus wie jene Handelsleute aus der Pieardie, welche damals Handel zwiſchen Frankreich und Flandern trieben. Wer ſie ſo friedlich im Mondenſcheine auf der Straße haͤtte hintraben ſehen, wurde ſie für Leute gehalten haben, die nach einem muͤhevollen Tage ein gutes Bett ſuchen.
Er haͤtte indeß nur einzelne Redensarten aus ihrem Geſpräche zu hoͤren gebraucht, wenn es ein Mal zum Ge⸗ ſpraͤche kam, um die irrige Meinung ſofort aufzugeben, welche er nach dem erſten Anblicke gefaßt.
Das ſeltſamſte Wort von allen, das zwiſchen ihnen ge⸗ wechſelt wurde als ſie etwa eine halbe Stunde von Bruͤſſel ſich entfernt hatten, war ſogleich das erſte.
„Madame,“ ſagte die tiefſte Stimme zu dem Schlan⸗ kern der beiden Gefaͤhrten,„Ihr hattet wahrhaftig Recht dieſe Nacht noch aufzubrechen; wir gewinnen ſieben Stun⸗
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