Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Genug, ihr Herren, genug! rief er in franzoſiſcher Sprache ſeinen Leuten zu;ſie ſind heute Abend von Ant⸗ werpen verjagt und binnen acht Tagen werden ſie aus Flandern vertrieben ſein. Mehr wollen wir von dem Gott der Schlachten nicht verlangen.

Ah, es war ein Franzoſe, rief Joyeuſe aus.Ich hatte Dich errathen, Verraͤther! Moͤgſt Du verflucht ſein und den Tod der Verraͤther ſterben!

Dieſer Fluch ſchien den Mann zu entmuthigen, den tauſend gegen ihn erhobene Schwerter nicht hatten ein⸗ ſchuͤchtern koͤnnen; er riß ſein Pferd herum und entfloh als Sieger faſt ſo ſchnell als die Beſiegten.

Aber dieſer Ruckzug eines Einzigen änderte in der Hauptſache nichts. Die Furcht iſt anſteckend; ſie hatte das ganze franzoſiſche Heer ergriffen und die Soldaten liefen in Verzweiflung davon.

Die Pferde erhielten trotz ihrer Ermattung wieder Kraft, denn auch ſie ſchienen von der Furcht getrieben zu werden und nach einigen Stunden beſtand das Heer als Heer nicht mehr.

Es war dies der Augenblick als auf Befehl des Unbe⸗ kannten die Dämme und Schleußen geoͤffnet wurden. Von Lier bis Termonde, von Garsdonk bis Mecheln ſandte jeder kleine Fluß und jeder Canal ſeinen Beitrag von Waſſer in das flache Land.

Als die fluͤchtigen Franzoſen anfingen ſtehen zu blei⸗ ben, als ſie geſehen hakten, daß die Antwerpener endlich mit den Soldaten des Prinzen von Oranien in ihre Stadt zuruͤckfehrten, als die, welche mit heiler Haut der nacht⸗