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Allem meiner Meinung iſt. Ich bin wie Se. Hoheit gut unterrichtet und beſonders kenne ich die drüben genau.“
Und er deutete nach den Polders.
„So daß ich mich ſehr wundern wurde,“ fuhr er fort, „wenn ſie in dieſer Nacht nicht angriffen. Haltet Euch alſo bereit, Ihr Herren, denn wenn Ihr ihnen Zeit laſſet, wird der Angriff ein ſehr ernſtlicher werden.“
„Die Herren werden mir das Zeugniß geben, gnaͤdiger Herr,“ ſagte der Prinz von Oranien,„daß ich vor Eurer Ankunft ganz daſſelbe geſagt habe.“
„Aber, gnaͤdiger Herr,“ fragte der Buͤrgermeiſter, „warum glaubt Ihr, daß die Franzoſen angreifen werden?“
„Die Infanterie iſt katholiſch, ſie wird ſich allein ſchla⸗ gen, d. h. ſie wird auf der einen Seite angreifen. Die Cavalerie iſt calviniſtiſch und wird ſich ebenfalls allein ſchlagen. Zwei Seiten. Die Marine gehoͤrt dem Herrn von Joyeuſe, der von Paris kommt; der Hof weiß, zu wel⸗ chem Zwecke er abgereiſet iſt und er wird auch ſeinen Theil vom Kampfe und Ruhme haben wollen. Drei Seiten.“
„Wir wollen alſo drei Heerhaufen bilden,“ ſagte der Buͤrgermeiſter.
„Bildet vielmehr einen einen einzigen aus allen Euren beſten Soldaten und laſſet die, auf welche Ihr im
freien Felde nicht ſicher rechnen konnet, Eure Mauern be⸗ wachen. Mit jenem Heerhaufen macht einen kraͤftigen Ausfall in dem Augenblicke, da es die Franzoſen am wenig⸗ ſten erwarten. Sie glauben anzugreifen; kommt ihnen zuvor und greift ſie ſelbſt an; wenn Ihr ſie beim Sturme erwartet, ſeid Ihr verloren, denn beim Sturme findet der 2*


