Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
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Beſorgniß geworden und einige Vorpoſten wollten Bewe⸗ gung in dem franzöſiſchen Lager bemerkt haben.

Ein kleines flaches Boot, das einer Wagſchale glich, war auf die Schelde geſchickt worden, denn die Antwerpe⸗ ner, die noch minder beſorgt uͤber das waren was auf dem Lande vorging, als uͤber das was auf dem Meere geſchah, wollten beſtimmte Nachrichten uͤber die franzoͤſiſche Flotte haben, und das kleine Boot war nicht zuruͤckgekommen.

Der Prinz von Oranien ſtand da, biß unwillig in ſeine Handſchuhe von Buͤffelleder und ſagte zu den Leuten:

Der gnädige Herr wird ſo lange auf ſich warten laſſen, daß Antwerpen genommen und verbrannt ſein wird, wenn er kommt. Die Stadt wird dann beurtheilen kön⸗ nen, welcher Unterſchied zwiſchen den Franzoſen und Spa⸗ niern iſt.

Dieſe Worte waren nicht geeignet die Leute zu be⸗ ruhigen, die einander deshalb auch beſorgt anſahen.

In dieſem Augenblicke kam ein Kundſchafter, den man auf die Straße von Mecheln geſchickt hatte und der bis St. Nicolas geritten war, zuruͤck, um zu melden, daß er

nichts geſehen und gehoͤrt habe, was die Ankunft der er⸗ warteten Perſon andeuten konnte.

Ich ſehe, ſprach der Schweigſame nach dieſer Mel⸗ dung,wir werden vergeblich warten; wir wollen unſere Sache ſelbſt fuͤhren; die Zeit draͤngt. Es iſt zwar gut, Vertrauen auf uͤberlegene Talente zu haben, aber Ihr ſeht wohl, daß man ſich vor Allem auf ſich ſelbſt verlaſſen muß. Laßt uns weiter berathen.

Er hatte kaum geſprochen, als der Thuͤrvorhang empor⸗

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