Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2

Er ſtieg an dem Rathhauſe ab, wo ſeine Vertrauten vereits Alles zu ſeinem Empfange vorbereitet hatten. Hier empfing er alle Viertelsmeiſter und Hauptleute der Bürger⸗ ſchaft, muſterte die Ofſiciere der beſoldeten Truppen und theilte endlich den höheren Officieren ſeine Plaͤne mit.

Unter dieſen Plaͤnen ſtand vor allen der feſt, das Be⸗ ginnen des Herzogs von Anjou dazu zu benutzen, um mit ihm zu brechen. Der Herzog von Anjon war da ange⸗ kommen, wohin ihn der Schweigende hatte bringen wollen, und dieſer ſah mit Freuden den einen Mitbewerber um die ſouveraine Macht ſich gleich dem andern verderben.

An demſelben Abende, an welchem ſich der Herzog von Anjon, wie wir geſehen haben, zum Angriffe vorbereitete, hielt der Prinz von Oranien, der ſeit zwei Tagen in der Stadt war, mit dem Platzcommandanten von Seiten der Buͤrger Rath.

Bei jedem Einwurfe, den dieſer gegen den Angriffs⸗

plan des Prinzen von Oranien machte, ſchüttelte der Prinz

den Kopf und dann antwortete der Commandant jedesmal: Ihr wiſſet, es iſt verabredet, daß der gnädige Herr kommen ſoll; wir wollen auf ihn warten. Der Schweigſame runzelte die Stirn, nagte ungeduldig an den Nägeln, wartete aber.

Und Jeder richtete ſeine Augen auf eine große, ſchwer⸗

fallig ſich bewegende Uhr, als wuͤnſche er das Fortruͤcken der Zeiger und damit die Ankunft der ſo ungeduldig erwar⸗

teten Perſon zu beſchlennigen. Es ſchlug neun Uhr. Die Ungewißheit war wirkliche

we ne La wo ha

la we ne ni

ru S

ni we