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Klippe entgangen, an welcher La Mole, Coconnas, Buſſy und ſoviele andere geſcheitert waren.
Durch ſeine Laute, ſeine Liebesbötſchaften, ſeine ge⸗ nauen Nachrichten über alle Perſonen und Intriguen des Hofes und durch ſeine geſchickten Manoͤver, jede Beute, welche es auch ſein mochte, die der Herzog wuͤnſchte, in die Netze deſſelben zu führen, hatte ſich Aurilly unter der Hand ein großes Vermogen erworben und daſſelbe für moͤgliche Falle geſchickt angelegt, ſo daß er immer der arme Muſiker Aurilly zu ſein ſchien, der einem Thaler nachlief und wie die Cicaden vor Hunger ſang.
Der Einfluß dieſes Mannes war ſehr groß, da er ge⸗ heim war.
Da Joyeuſe ſah, daß er ihn in ſeinen ſtrategiſchen Ent⸗ wickelungen ſtörte und die Aufmerkſamkeit des Herzogs ab⸗ wendete, unterbrach er ſich plotzlich und trat zuruͤck.
Franz that als hörte er nicht hin, er horte aber auf⸗ merkſam zu. Deshalb entging ihm auch die Ungeduld Joy⸗ euſe's nicht und er fragte ſegleich:
„Was iſt Euch, Herr Admiral?“
„Nichts, gnädiger Herr, ich warte nur bis Ew. Hoheit Muße haben mich anzuhoren.“
„Ich hore, Herr von Joyeuſe, ich hoͤre,“ antwortete der Herzog heiter.„Haltet Ihr Pariſer mich durch den Krieg in Flandern für ſo verdummt, daß ich nicht auf zwei Perſonen auf ein Mal hoͤren koͤnnte, waͤhrend Cäſar ſieben Briefe auf ein Mal dietirte?“
„Gnädiger Herr,“ entgegnete Joyeuſe indem er dem armen Tonkunſtler einen Blick zuwarf, unter welchem dieſer


