Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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was aus ihm geworden. Sein Heer lag in Garniſon in dieſer Stadt und er hatte dem Herzoge von Anjou die Un⸗ terſtutzung dieſes Heeres verſprochen. Gleichwohl hoͤrte man gar nicht, daß Uneinigkeit zwiſchen den Soldaten Wil⸗ helms und den Antwerpenern beſtehe und die Belagerer hatten nicht von einem Duell unter den Belagerten ver⸗ nommen ſeit ſie ihr Lager da aufgeſchlagen.

Bei ſeinem Einſpruche gegen die Belagerung machte Joyeuſe beſonders geltend, daß die wichtige Stadt Ant⸗ werpen faſt eine Hauptſtadt ſei, daß es einen wirklichen Vortheil gebe, wenn man in Befitz einer großen Stadt mit Einwilligung derſelben gelange, daß man ſich aber der Ge⸗ fahr ausſetze, die Liebe der künftigen Unterthanen zu ver⸗ lieren, wenn man die zweite Hauptſtadt ſeiner zukünftigen Staaten mit Sturm nehme und Joyeuſe kannte die Flamaͤn⸗ der zu gut, als daß er hätte hoffen ſollen, ſie wuͤrden ſich, ſelbſt wenn Anjou Antwerpen naͤhme, nicht fruͤher oder ſpaͤ⸗ ter für dieſe Wegnahme raͤchen.

Dieſe Anſicht ſprach Joyeuſe laut im Lelte des Herzogs in der Nacht aus, in welcher wir unſere Leſer in das fran⸗ zöſiſche Lager gefuͤhrt haben.

Während ſeine Offiziere Rath hielten, ſaß oder lag vielmehr der Herzog in einem langen Stuhle, der im Noth⸗ falle als Bett dienen konnte und hoͤrte, nicht auf die An⸗ ſicht des Großadmirals von Frankreich, ſondern auf das Ge⸗ flüſter ſeines Lautenſpielers Aurilly.

Aurilly hatte durch ſeine Gefalligkeiten, ſeine niedri⸗ gen Schmeicheleien die Gunſt des Fürſten gewonnen, aber ihm nie gedient wie die andern Freunde und war ſo der