Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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mittler, aber immer mit großen Schwierigkeiten. Er hatte Verpflichtungen gegen die franzoſiſchen Hugenotten und wenn er dieſe verletzte, entzog er ſich die moraliſche Un⸗ terſtützung der flamaͤndiſchen Hugenotten, die ihm in Ant⸗ werpen beiſtehen konnten.

Wenn er auf der andern Seite den Katholiken ent⸗ gegen trat, welche der König geſchickt hatte, damit ſie ſich in ſeinem Dienſte toͤdten ließen, ſo war dies fuͤr den Herzog von Anjon nicht nur unpolitiſch, ſondern gefaͤhrlich.

Die Ankunft dieſer Verſtarkung, auf welche der Herzog von Anjon ſelbſt nicht mehr gerechnet, hatte die Spanier in Beſtuͤrzung geſetzt und die Lothringer waren außer ſich vor Wuth. Dieſe doppelte Genugthuung war dem Herzog von Anjon ein großer Genuß.

Freilich konnte er nicht alle Parteien ſo ſchonen, ohne daß die Disciplin in ſeinem Heere ſehr litt.

Joyeuſe, welcher ſeiner Sendung keinen Beifall hatte abgewinnen können, wie man ſich erinnert, befand ſich ſehr unbehaglich unter dieſen Maͤnnern von ſo verſchiedenen Ge⸗ ſinnungen; er ahnete, daß die Zeit der Erfolge voruber ſei, es lag gleichſam die Andeutung einer großen Niederlage in der Luft und er beklagte in ſeiner Hoflingsträgheit wie in ſeiner Befehlshabereitelkeit, daß er ſo weit hergekommen, um an einer Niederlage Theil zu nehmen.

Er hatte deshalb auch die Ueberzeugung und ſprach es laut aus, daß der Herzog von Anjon ſehr unrecht gethan habe, Antwerpen zu belagern. Der Prinz von Oranien, der ihm dieſen hinterliſtigen Rath gegeben hatte, war ver⸗ ſchwunden ſeit derſelbe befolgt wurde und man wußte nicht