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dern und Frankreich zu vereinigen und die kluge Eliſabeth traͤumte vielleicht von einer dreifachen Krone.
Der Prinz von Oranien begünſtigte ſcheinbar den Her⸗ zog von Anjon und deckte ihn vorläufig mit dem Mantel ſeiner Popularität, um dieſen Mantel wieder an ſich zu nehmen, wenn er es füͤr gerathen hielt, ſich von der franzo⸗ ſiſchen Macht zu befreien, wie er ſich von der ſpaniſchen Tyrannei befreit hatte.
Dieſer heuchleriſche Verbundete war furchtbarer für den Herzog von Anjou als ein Feind; er lähmte die Aus⸗ fuͤhrung aller Plaͤne, welche ihm eine große Gewalt oder einen zu hohen Einfluß in Flandern hätten geben koͤnnen.
Philipp II. hatte, als ein franzöſiſcher Prinz in Bruͤſ⸗ ſel eingezogen war, den Herzog von Guiſe aufgefordert ihm beizuſtehen und er verlangte dieſen Beiſtand nach einem Vertrage, der fruͤher zwiſchen Don Juan von Oeſterreich und Heinrich von Guiſe abgeſchloſſen worden war.
Die beiden jungen Helden, die ungefaͤhr in gleichem Alter ſtanden, hatten einander verſtanden, ihren Ehrgeiz vereiniget und ſich verpflichtet, ſich fr jeden ein Koͤnig⸗ reich zu erobern.
Als Philipp II. nach dem Tode ſeines gefurchteten Bruders in den Papieren des jungen Prinzen den von Heinrich von Guiſe unterzeichneten Vertrag fand, ſchien er nicht mißtrauriſch zu ſein; warum auch, da der Ehrgeizige todt war? Umſchloß nicht das Grab den Degen, der dem Buchſtaben hätte Leben geben können?
Nur konnte ein König wie Philipp II., der wußte von welcher Wichtigkeit in der Politik zwei von gewiſſen Händen
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