Herzog von Nevers und Coligny, die beiden groͤßten Feld⸗ herrn jener Zeit, in Schach gehalten und vor ihren Augen Philippeville und Charlemont befeſtiget. Am Tage, als KarlV. ſeine Krone niederlegte, ſtützte er ſich auf Wilhelm von Naſſau, um von den Stufen des Thrones herabzuſteigen und er uͤberbrachte Ferdinand die Kaiſerkrone, der Karl V. freiwillig entſagte.
Dann warPhilipp II. gekommen und er hatte trotz der Empfehlung Karls V. an ſeinen Sohn, Wilhelm fuͤr einen Bruder anzuſehen, bald gefühlt, daß Philip II. zu den Für⸗ ſten gehorte, die keine Freunde haben wollen. Da hatte ſich in ſeinem Geiſte jener große Gedanke der Befreiung Hol⸗ lands und der Emanecipation Flanders befeſtiget, den er vielleicht immer in ſeinem Buſen verſchloſſen getragen haͤtte, wenn der alte Kaiſer, ſein Freund und Vater, nicht auf den ſeltſamen Einfall gekommen wäre, den Koͤnigsmantel mit der Moͤnchskutte zu vertauſchen. Auf den Vorſchlag Wil⸗ helms verlangten die Niederlande die Ruͤckſendung der frem⸗ den Truppen; es begann jener erbitterte Kampf Spaniens, das die Beute feſthielt, welche ſich ihm entziehen wollte und das ungluͤckliche Volk erlitt die Statthalterſchaft Mar⸗ garethens von Oeſterreich und die blutige Herrſchaft des Herzogs von Alba. Es begann jener zugleich politiſche und religiöſe Kampf, zu welchem die Proteſtation im Palaſte Luremburg, welche die Abſchaffung der Inquiſition in den Niederlanden ford erte, der Vorwand war. Da trat die Prozeſſion von vierhundert Edelleuten in einfachſter Klei⸗ dung vor, die Paarweiſe am Fuße des Thrones der Statt⸗ halterin den Ausdruck des allgemeinen Wunſches nieder⸗


