Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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Wir wollen nicht Geſchichtsſchreiber ſein und wenn wir es bisweilen werden, ſo geſchieht es nur weil die Ge⸗ ſchichte zu dem Romane herabſteigt oder noch beſſer, weil der Roman ſich zur Geſchichte emporhebt. Dann blicken wir in das fuͤrſtliche Leben des Herzogs von Anjon hinein, das reich an jenen bald duͤſtern bald glaͤnzenden Ereigniſſen iſt, welche man gewöhnlich nur in dem Leben von Koͤnigen bemerkt.

Mit einigen Worten nur deuten wir dieſes Leben an.

Er hatte ſeinen Bruder Heinrich III. in Verlegenheit im Kampfe mit den Guiſen geſehen und ſich mit den Gui⸗ ſen verbundet; bald aber hatte er bemerkt, daß dieſe keinen andern wirklichen Zweck hatten als ſich an der Stelle der Valois auf den Thron Frankreichs zu ſetzen.

Da hatte er ſich von den Guiſen getrennt, aber dieſe Trennung war, wie man geſehen hat, nicht ohne einige Ge⸗ fahr erfolgt und an der Räderung Salekdes hatte man ge⸗ ſehen, welche Wichtigkeit die Empfindlichkeit der Herrn von Lothringen auf die Freundſchaft des Herzogs von Anjou gelegt.

Außerdem hatte Heinrich III. ſchon laͤngſt die Augen geoffnet und der Herzog von Alengon ein Jahr vor der Zeit, in welcher dieſe Geſchichte beginnt, ſich verbannt, oder ſo ziemlich verbannt nach Amboiſe zuruckgezogen.

Da hatten ihm die Flamander die Arme entgegenge⸗ ſtreckt, die, der ſpaniſchen Herrſchaft muͤde, durch den Herzog von Alba decimirt, durch den falſchen Frieden Don Iuan's von Oeſterreich getäuſcht, der dieſen Frieden benutzte, um Namur und Charlemont wieder zu nehmen, Wilhelm von