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dringen und eine Stunde lang wird die Kerze, die Lampe den Tod aushauchen, während ſie ſo unſchuldig brennt wie eine andere Lampe oder eine andere Kerze.“
„Seid Ihr deſſen gewiß, was Ihr ſagt, Remy?“ fragte Diana.
„Ich habe alle dieſe Verſuche gemacht; ſehet dieſe Vogel, die nicht mehr ſchlafen konnen und nicht mehr freſſen wollen, ſie haben ſolches Waſſer getrunken. Sehet dieſe Ziege; ſie hat Gras geweidet, das mit dieſem Waſſer be⸗ goſſen war. Wenn wir ihr jetzt auch die Freiheit, das Licht wiedergeben, ihr Leben iſt verfallen, wenn nicht die Natur, der wir ſie wiedergeben, ihrem Inſtinete einige der Gegen⸗ gifte enthuͤllt, welche die Thiere errathen und die dem Men⸗ ſchen unbekannt find.“
„Kann man dieſe Phiole ſehen, Remy?“ fragte Diana.
„Ja, denn jetzt iſt die ganze Fluͤſſigkeit ubergegangen, aber wartet.“
Remy trennte ſie mit unendlicher Vorſicht von der Re⸗ torte, ſtopfte ſie dann ſofort mit weichem Wachs zu, das er an der Oeffnung glattdrückte und umhuͤllte dieſe Oeffnung mit einem Wollenſtuͤcke. Dann erſt reichte er das Fläͤſchchen der Dame.
Diana nahm es vollkommen ruhig, hob es bis an die Lampe empor, betrachtete eine Zeitlang die dicke Fluͤſſigkeit, die es enthielt und ſagte:
„Es genügt. Wir wählen ſobald es Zeit iſt Bonquet,
Handſchuhe, Lampe, Seife oder Waſſerkrug. Hält ſich die
Fluͤſſigkeit in Metall?“ „Sie frißt es an.“
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