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Licht auf alle Gegenſtände umher verbreitete, die bis dahin im Dunkel geſchimmert oder ſich bewegt hatten.
Dann trat er an einen Brunnen, der in dem Gewoͤlbe an der Mauer gegraben und unbedeckt war, befeſtigte einen Eimer an einen langen Strick, ließ den Strick in das Waſſer gleiten, das unten in der Tiefe ſchlummerte und dann dumpf klatſchte und endlich zog er den Eimer voll eiskalten und kryſtallreinen Waſſers herauf.
„Tretet näher, ſagte Remy und Diana that es.
Er ließ in dieſe ungeheuere Waſſermenge einen einzi⸗ gen Tropfen der Flüſſigkeit in der Glasphiole fallen und die ganze Waſſermaſſe nahm augenblicklich eine gelbe Farbe an; dann verdünſtete dieſe Farbe und das Waſſer war nach zehn Minuten wieder ſo klar geworden wie vorher.
Nur der ſtiere Blick Diana's verrieth die geſpannte Aufmerkſamkeit, die ſie der Operation zuwendete.
Remy ſah ſie an.
„Nun?“ fragte ſie.
„Benetzt nun mit dieſem Waſſer,“ antwortete Remy, „das weder Geſchmack noch Farbe hat, eine Blume, einen Handſchuh, ein Taſchentuch; befeuchtet mit dieſem Waſſer wohlriechende Seifen, gießet es in den Krug, aus dem man Waſſer zum Zähneputzen, zum Waſchen des Geſichts und der Hände nimmt und Ihr werdet ſehen, wie man ſonſt an dem Hofe Karls IX. ſah, daß die Blume durch ihren Duft erſtickt, daß der Handſchuh durch ſeine Berührung vergif⸗ tet, die Seife bei der Benutzung toͤdtet. Gießet einen ein⸗
zigen Tropfen dieſes reinen Oeles auf den Docht einer Kerze oder einer Lampe, ſo wird er bis etwa einen Zoll weit ein⸗
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