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zu kennen und ohne ſie mehr zu kennen, jene frommen Ein⸗ ſiedler hochgeprieſen, welche das Schoͤne der menſchlichen Natur vernichteten indem ſie das Haͤßliche neutraliſirten. Wer den Menſchen toͤdtet, toͤdtet allerdings mit ihm die Leidenſchaften, aber man toͤdtet doch,— etwas das Gott mit aller Macht und mit allen ſeinen Geſetzen verbietet. Die Königin war eine Frau, welche Epieur in griechi⸗ ſcher Sprache verſtand, was indeß das Geringſte ihrer Ver⸗ dienſte war; ſie fullte ihr Leben ſo wohl aus, daß ſie aus tauſend Schmerzen ein Vergnuͤgen zu ſchaffen wußte, was ihr als Chriſtin Veranlaſſung gab, oͤfters Gott zu ſegnen als ein Anderer, er mochte nun Gott oder Theos, Jehova
oder Magos heißen.
Dieſe Abſchweifung beweiſet deutlich die Nothwendig⸗ keit, in der wir uns befanden, das Zimmer Margarethens zu beſchreiben.
Chicot wurde aufgefordert auf einem ſchonen bequemen Stuhle ſich nieder zu laſſen, auf dem ein Amor geſtickt war, welcher Blumen umher ſtreuete. Ein Page, nicht Aubiar, aber ſchoͤner und reicher gekleidet als dieſer, bot dem Ge⸗ ſandten neue Erfriſchungen.
Chicot nahm nichts an und machte ſich bereit, ſobald der Vicomte Turenne ſich entfernt haben wuͤrde, mit un⸗
fehlbarem Gedaͤchtniſſe den Brief des Koͤnigs von Frank⸗
reich und Polen von Gottes Gnaden herzuſagen.
Wir kennen dieſen Brief, den wir gleichzeitig mit Chi⸗ cot laſen, halten es alſo nicht für noͤthig, ihn in lateiniſcher Sprache nochmals mitzutheilen.
Chicot ſprach dieſe Ueberſetzung mit dem möglich un⸗


