Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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das Cabinet Heinrichs zu beſchreiben, ſo hat es vielleicht auch einiges Intereſſe das Cabinet Margarethens zu ſchildern. Es befand ſich parallel mit dem Heinrichs, hatte Thuͤ⸗

ren, welche ſich in Zimmer und Gaͤnge offneten, ſowie ge⸗

fällige und ſtumme Fenſter, gleich den Thuͤren, welche durch Jalouſien mit Schlöſſern geſchloſſen wurden, in denen ſich die Schlüſſel geräuſchlos dreheten. Das war das Aeußere.

Im Innern: moderne Meubles, Tapeten im modiſchen Geſchmacke, Gemälde, Emails, Porzellan, verſchiedene Waffen, Bücher und griechiſche, lateiniſche und franzoſiſche Manuſcripte auf allen Tiſchen, Voͤgel in ihren Käfigen, Hunde auf den Teypichen, kurz eine ganze Welt, Vegetabi⸗ lien und Thiere, die ein gemeinſchaftliches Leben mit Mar⸗ garethen füͤhrten.

Die Leute von überlegenem Geiſte oder einem Leben voll Ueberfluß können nicht allein eriſtiren; ſie begleiten je⸗ den ihrer Sinne, jede ihre Neigungen mit Allem, was mit ihnen harmonirt und was ihre Anziehungskraft in ihren

Wirbel hineinzieht, ſo daß ſie ihre Gefuhle verzehnfacht

und ihre Eriſtenz verdoppelt, ſtatt wie gewoͤhnliche Men⸗ ſchen gelebt und gefuͤhlt haben.

Epieur iſt gewiß ein Held für die Menſchheit; die Hei⸗ den ſelbſt haben ihn nicht verſtanden; er war ein ſtrenger Philoſoph, der aber, weil in der Summe unſerer Triebe und Hilfsmittel nichts verloren gehen ſollte, in ſeiner unbeug⸗ ſamen Oeconomie jedem Vergnügen verſchaffte, er mochte geiſtig oder nur thieriſch handeln, wenn er ſelbſt nur Ent⸗ behrungen oder Schmerzen bemerkt haben wuͤrde.

Man hat nun viel gegen Epicur geſprochen ohne ihn